Die wunderbare Willem Grimm-ZeitFritz Winter-ZeitFreie Malerei und GrafikEnkaustikJom Kippur KriegSommernachtstraumAesculapserieHolzintarsienFiguerlichesGlasfenster (Kairuan,Tunis & Chartres)(Kosmische) Blumen
Prof. Klaus FrankGegenstände im Spiel der 3 Grundformen - das wäre der Extrakt aus Klaus Franks Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst. Aber hier soll nicht extrahiert, sondern aus dem Vollen geschöpft werden.
Alles begann 1946 mit einem Studium der Keramischen Chemie und
Ostasiatischen Kunst in Ostberlin. 1947 trat die Frau des Hamburger
Malers Ahlers-Hestermann in sein künstlerisches Werden:
Alexandra Povorina. Sie stellte die wichtigsten Weichen seines Lebens
und brachte ihn unter anderem in die Malklasse von Willem Grimm
an die Landeskunstschule in Hamburg.
Bald schon polarisierte er, völlig unbewusst und damals todkrank, mit
seiner unkonventionellen Malweise die Klasse, wobei die überlieferte
Aussage von Willem Grimm “ endlich ein Maler” nicht geeignet war,
die Wogen zu glätten. Später folgte er dem Gastdozenten Fritz Winter,
der als Student von Klee und Schlemmer seine Neugier auf die
Bauhauslehren weckte, nach Diessen am Ammersee.
Bald folgten Ausstellungen und Auszeichnungen und die ersten
Ankäufe der Hamburger Kunsthalle und der Kunsthalle Bremen.
In diese Zeit fielen auch Reisen nach Griechenland, Italien, Frankreich und Nordafrika. 1959 wurde er Dozent für Farbe und
Form an der Werkkunstschule in Hamburg, 1982 folgte die Professur.
Klaus Frank entdeckte für sich die Enkaustik (Wachs als Malmittel)
und in einer bemerkenswerten Ausstellung 1971/72 in der
Galerie Hauptmann war dieser Schaffensabschnitt zu sehen.
1976 folgte eine großflächige Holzintarsien-Arbeit (93qm) für das
Weltforschungsinstitut für Holz und Forstwirtschaft. Aus gesund-
heitlichen Gründen hat Klaus Frank seit über 30 Jahren mit zwei
Ausnahmen (2003 in Flensburg und 2009 in der Hamburger Sparkasse)
keiner Ausstellung mehr zugestimmt. Umso wichtiger hier die Internetpräsenz
des außergewöhnlichen Menschen und Künstlers Klaus Frank, der nach schwerer Krankheit am 8. Oktober 2017 verstorben ist.